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<title>Princeton offense</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Princeton offense</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Die <b>Princeton offense</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">deutsch</a></span> <span lang="de-Latn"><i>Princeton-Offensive</i></span>) ist eine <a href="Basketball" title="Basketball">Basketball</a>-Angriffsstrategie. Charakteristisch ist die hohe Pass- und Laufintensität und eine bewusste Meidung der <i>Zone</i> nah am Korb.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Die Princeton offense wurde 1967 vom College-Basketballcoach Pete Carril entwickelt, der das Basketballteam der <a href="Princeton_University" title="Princeton University">Princeton University</a> trainierte. Da das Princeton-Team wenig athletisch war, aber dafür spielintelligent, laufstark und mit guten Distanzwerfern bestückt, entwarf Carril ein pass- und laufintensives System, das auf die Stärken dieses Teams zugeschnitten war. Bis zu seinem Rücktritt im Jahre 1996 trainierte Carril das Princeton-Team und führte es zu 13 <a href="Ivy_League" title="Ivy League">Ivy-League</a>-Titeln und elfmal zur Endrunde der <a href="National_Collegiate_Athletic_Association" title="National Collegiate Athletic Association">NCAA</a>-College-Meisterschaften. Die Mehrheit dieser Erfolge gelang ohne herausragende <a href="Einzelspieler" title="Einzelspieler">Einzelspieler</a>, sondern entsprang einem starken Kollektiv.<sup id="cite_ref-ny_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-ny-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beschreibung">Beschreibung</h2></div>
<p>In der klassischen Angriffstrategie stehen der <a href="Center_(Basketball)" title="Center (Basketball)">Center</a> und <a href="Power_Forward" title="Power Forward">Power Forward</a> nah am Korb im sog. Post, der <a href="Small_Forward" title="Small Forward">Small Forward</a> in Mittdistanz, und die Aufbauspieler an der Dreipunktlinie. In der Princeton Offense hingegen stellt sich der Center an der Freiwurflinie auf, das heißt im sogenannten High Post, und alle anderen Spieler stehen halbkreisförmig an der Dreipunktlinie. Hierdurch wird das Gegnerteam gezwungen, weit weg vom Korb zu verteidigen. Der Platz wird in seiner ganzen Breite ausgenutzt, und insbesondere entsteht ein Loch direkt unter dem Korb. Ziel des Systems ist es, entweder einen unbedrängten <a href="Korbleger" title="Korbleger">Korbleger</a> oder einen freien Distanzwurf zu erreichen.<sup id="cite_ref-nj_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-nj-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Princeton offense setzt darauf, die Verteidigung durch dynamisches Passen und Freilaufen zu verwirren. Der Standardspielzug ist das sog. „give and go“ (dt.: passen und freilaufen). Spielt ein Angreifer den Ball ab, kann er in einen der vielen Freiräume rennen und seinen Verteidiger mitziehen. Ebenfalls ist es denkbar, dass ein Spieler ohne Ball von außen einfach in das Loch läuft und nach einem Pass völlig freisteht (Fachbegriff: <i>back door</i>). Dieses Loch kann auch z. B. durch geschicktes Blocken und Passen (Fachbegriff: <a href="Pick_and_roll" title="Pick and roll">pick and roll</a>) zu einem einfachen Korbleger ausgenutzt werden. Sollte das Gegnerteam dieses Loch zustellen wollen, ist es außen in <a href="Unterzahl" title="Unterzahl">Unterzahl</a>, was einen offenen Distanzwurf provoziert.
</p><p>Im Gegensatz zu konventionellen Basketball-Strategien werden Screens (dt.: Körperblocks) selten eingesetzt, dafür aber viele Cuts, d. h. kurze Sprints ohne Ball in Richtung Korb.<sup id="cite_ref-nj_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-nj-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Center steht entgegen der gewöhnlichen Spielweise weit weg vom Korb und agiert weniger als Korbjäger, sondern mehr als Anspielstation. Ein Princeton-Center ist deswegen ein überdurchschnittlich guter Passgeber und Mittdistanzwerfer.<sup id="cite_ref-hoopstactics_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-hoopstactics-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das System ist sehr pass- und laufintensiv und erfordert uneigennützige Spieler mit einem guten Wurf. Auf der anderen Seite sind Athletik und Explosivität eher zweitrangig, weswegen es Spielern mit durchschnittlicher Physis entgegenkommt.<sup id="cite_ref-nj_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-nj-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stärken_und_Schwächen"><span id="St.C3.A4rken_und_Schw.C3.A4chen"></span>Stärken und Schwächen</h2></div>
<p>Eine gut eingespielte Princeton offense ist für das Gegnerteam sehr kraftraubend, da es viele <i>give and goes</i> gibt und jeder Verteidiger ständig seinem Angreifer hinterherrennt. Außerdem gibt es überdurchschnittlich viele einfache Korbleger und offene Distanzwürfe. Ferner wird das pädagogische Moment dieser Taktik wertgeschätzt, da es Teamwork und „leicht erlernbare“ Talente wie Laufen und Passen belohnt.<sup id="cite_ref-hoopstactics_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-hoopstactics-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf der anderen Seite wird die Princeton offense als „weich“ kritisiert. John Thompson III. beklagt: „Man sagt, die Princeton offense seien langsame, weiße Jungs, die entweder Dreipunktwürfe oder Korbleger nehmen.“ (<i>“People say the Princeton offense… are slow white guys that… take a 3-pointer or get a layup,”.</i>)<sup id="cite_ref-ny_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-ny-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aktionen mit großer Explosivität (z. B. <a href="Dunking" title="Dunking">Dunks</a> aus dem Low Post) oder „egoistische“ 1-gegen-1-Situationen sind in diesem Spielsystem kaum vorgesehen. Es ist bislang keinem Team (s. u.) gelungen, mit der Princeton offense einen NBA-Titel zu gewinnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anwendung">Anwendung</h2></div>
<p>Abgesehen von Carill benutzte es sein Schüler John Thompson III erfolgreich für das College-Team der Georgetown Hoyas.
</p><p>In der <a href="National_Basketball_Association" title="National Basketball Association">NBA</a> spielten die <a href="Sacramento_Kings" title="Sacramento Kings">Sacramento Kings</a> unter Coach <a href="Rick_Adelman" title="Rick Adelman">Rick Adelman</a> jahrelang die Princeton offense. Mit der sehr spielintelligenten Center/Power Forward-Kombination <a href="Vlade_Divac" title="Vlade Divac">Vlade Divac</a>/<a href="Chris_Webber" title="Chris Webber">Chris Webber</a>, Distanzschützen <a href="Peja_Stojakovi%C4%87" title="Peja Stojaković">Peja Stojaković</a> und Pick-and-roll-Spezialisten <a href="Mike_Bibby" title="Mike Bibby">Mike Bibby</a> kamen die Kings zweimal in die Western Conference Finals.
</p><p>Zudem spielten die <a href="New_Jersey_Nets" class="mw-redirect" title="New Jersey Nets">New Jersey Nets</a> unter Trainer <a href="Byron_Scott" title="Byron Scott">Byron Scott</a> die Princeton offense und erreichten zweimal die NBA Finals. Auf niedrigerem Level spielten sie auch die <a href="New_Orleans_Hornets" class="mw-redirect" title="New Orleans Hornets">New Orleans Hornets</a> und die <a href="Washington_Wizards" title="Washington Wizards">Washington Wizards</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fußnoten"><span id="Fu.C3.9Fnoten"></span>Fußnoten</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-ny-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ny_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ny_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nytimes.com/2007/03/30/sports/ncaabasketball/30carril.html">Carril Is Yoda to Notion of Perpetual Motion</a>, New York Times.</span>
</li>
<li id="cite_note-nj-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-nj_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-nj_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-nj_2-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://njmonthly.com/articles/lifestyle/how-things-work/princeton-offense.html">Pete Carril's Princeton Offense</a>, New Jersey Monthly.</span>
</li>
<li id="cite_note-hoopstactics-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-hoopstactics_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-hoopstactics_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090504022521/http://www.cybersportsusa.com/hooptactics/princetonoffense.asp">Princeton Offense</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. Mai 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), hoopstactics.com</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Derek Sheridan: <cite style="font-style:italic">Basketball's Princeton-Style Offense: A Simplified Approach for High School Coaches</cite>. Cardinal Publ Group, Terre Haute, Ind. 2008, ISBN 978-1-930546-92-9.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Princeton+offense&rft.au=Derek+Sheridan&rft.btitle=Basketball%27s+Princeton-Style+Offense%3A+A+Simplified+Approach+for+High+School+Coaches&rft.date=2008&rft.genre=book&rft.isbn=9781930546929&rft.place=Terre+Haute%2C+Ind.&rft.pub=Cardinal+Publ+Group" style="display:none"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Princeton Offense auf <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090604105920/http://www.cybersportsusa.com/hooptactics/princetonoffense.asp">cybersportsusa.com</a> (Archiv)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nytimes.com/2007/03/30/sports/ncaabasketball/30carril.html">Artikel der NY Times</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://njmonthly.com/articles/lifestyle/how-things-work/princeton-offense.html">Artikel der New Jersey Monthly</a></li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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